schließen

Fisch  

Unsere wichtigsten tiefgekühlten Rohstoffe sind Fischfiletblöcke, Fischfilets, Garnelen u. Kalmarprodukte sowie Muschelfleisch.

 Im Rahmen unserer globalen Rohwarenversorgung aus Wildfängen sind die folgenden Seegebiete besonders wichtig; der Nordost-, Südwest- u. Südost-Atlantik; der Nord- u. Südost-Pazifik sowie der westliche u. östliche indische Ozean.

In Betracht kommen nur Rohwaren, die entweder auf Fang- und Verarbeitungsschiffen sofort nach dem Fang oder in Verarbeitungsbetrieben an Land in unmittelbarer Nähe der Fanggebiete eingefroren werden.

 Bei der Auswahl der Lieferanten orientieren wir uns nach folgenden Schwerpunkten:

 

  1. Fischereibetrieben ist bei der Beschaffung von Rohwaren der Vorzug vor Händlern zu geben.
  2. Hat der Lieferant direkten Zugriff auf die Ressourcen?
  3. Wenn ja, wie hoch sind die anteiligen Fangquoten und nutzt er diese durch genehmigte Fanglizenzen?
  4. Wie stellt sich seine eigene Flottenstruktur dar?
  5. Wie viel Fisch wird durch Fang- u. Fabrikschiffe auf See verarbeitet bzw. welche Frischfänge werden für die Verarbeitung an Land genutzt?
  6. Ist die Einhaltung der Einkaufsspezifikationen (technische u. qualitative Standards, Rückverfolgbarkeit etc.) gewährleistet?
  7. Welche zusätzlichen Maßnahmen über die gesetzlichen Standards hinaus führt der Lieferant in bezug auf ein nachhaltiges Fischereimanagement durch? Werden in diesem Zusammenhang zusätzliche Zertifizierungen angestrebt, wie zum Beispiel die des MSC?
  8. Ist der Lieferant bereit, eine langfristig orientierte Geschäftsbeziehung mit der Fa. FRoSTA einzugehen?

 

Für die Versorgung aus dem Bereich der Aquakultur spielen die Länder Chile, Indien, Indonesien, Norwegen und Vietnam eine besondere Rolle.

Für die Beschaffung der Rohwaren sind neben dem Aspekt des direkten Zugriffes auf die Ressourcen und einer Zulassung als Zuchtbetrieb Frage 6 u. 8  von besonderer Bedeutung.

Zur Zeit werden weltweit Standards, wie zum Beispiel der des GLOBAL-GAP, für ein nachhaltig, umweltverträglich ausgerichtetes Management der Aquakultur erarbeitet. Lieferanten  mit bereits vorhandenen Umweltverträglichkeitszertifikaten werden bevorzugt für die Beschaffung ausgewählt.

 In einzelnen Fällen kann es erforderlich sein, Rohwaren über einen Händler zu beziehen. Hier wird zu den bereits vorgestellten Auswahlkriterien weiteres im Vorwege geprüft:

 

1.      Steht der Händler im direktem Kontakt mit dem Erzeuger?

2.      Wenn ja, kennt er die Fabrikstandorte und deren Leistungsfähigkeit?

3.      Überprüft er mittels eines eigenen Qualitätssicherungsteams vor Ort die Einhaltung der Einkaufsspezifikationen?

 Die Förderung der nachhaltigen Fischerei ist fester Bestandteil unserer Unternehmensaktivitäten. Als Mitglied des Bundesverbandes der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels e. V. unterstützen wir die 1996 gegründete Initiative „Bestandserhaltende Fischerei“. Durch zusätzliche freiwillige Einkaufsvereinbarungen garantieren uns unsere Fischlieferanten,

 

  1. dass sie an der Verarbeitung oder dem Handel mit Fischarten, die vom Aussterben bedroht sind und unter Artenschutz (u. a. Liste CITES) stehen, nicht beteiligt sind;
  2. dass die gelieferten Fische aus Gebieten stammen, für die zulässige Gesamtfangmengen oder vergleichbare internationale oder nationale Fangregelungen bestehen;  
  3. dass beim Fang des gelieferten Fisches die relevanten gesetzlichen Bestimmungen eingehalten worden sind; 
  4. dass unsere Lieferanten uns jeweils das Fanggebiet und die Fangmethode nennen.

 Wir unterstützen darüber hinaus die Forderung nach wirksameren Kontrollen auf See und in den Häfen. Als Beitrag dazu arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung der Rückverfolgbarkeit und Transparenz innerhalb der gesamten Lieferkette zurück bis zum Fangplatz. 

 Seit mehreren Jahren arbeitet FRoSTA an der ständigen Erweiterung des Angebotes eines MSC-zertifizierten Produktsortiments. Wir wollen damit die Bemühungen des Marine Stewardship Council (MSC) in der weltweiten Umsetzung eines nachhaltigen Management

der Fischereiressourcen fördern. Die MSC- Prinzipien und Kriterien für eine nachhaltige Fischerei entsprechen den Grundsätzen des „Code of Conduct for Responsible Fisheries“, entwickelt durch die FAO im Jahr 1995.

 Auch im Bereich der Aquakultur setzen wir auf Nachhaltigkeit. Denn größtenteils werden dafür natürliche Habitate, Ökosysteme genutzt. Durch regelmäßige Audits vor Ort überzeugen wir uns von der Einhaltung der gesetzlich relevanten Auflagen und bemühen uns auch hier um die Optimierung der Rückverfolgbarkeit und Transparenz innerhalb der gesamten Lieferkette zurück bis zum Ursprung.

 Die regelmäßige Teilnahme an nationalen und internationalen Veranstaltungen zu  Themen, wie zum Beispiel Fischereipolitik, Anwendung des Vorsorgeansatzes und Nachhaltigkeit im Management der Ressourcen, Vermeidung von illegalen Fangpraktiken etc. ist für uns eine Selbstverständlichkeit.